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Ihr Reifenwissen


Alles rund um den wichtigsten Kontakt zur Straße. Der Kontakt zur Straße besteht aus der Fläche von vier Postkarten.
Alles Wissenswerte zu dieser Fläche – also der Bereifung Ihres Fahrzeugs – und warum diese einen besonders wichtigen Beitrag für Ihre Sicherheit leistet, erfahren Sie hier.

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Räder und Reifenservice

Einfach selber machen.


Reifen und Sicherheit

Reifen sind wartungsarm und dennoch entscheidend für Sicherheit auf der Straße. Ein prüfender Blick und der richtige Luftdruck beim Tankstopp genügen. Dazu kommen noch wir als Ihr fachkundiger Ansprechpartner für alles andere sowie die kompetente Beratung rund ums Rad – und schon kommen Sie sicher ans Ziel.

Reifen prüfen in 5 Minuten beim Tankstopp

Beim Tanken einfach kurz den Reifendruck prüfen – besonders vor längeren Fahrten und bei stark veränderter Beladung. Noch genug Profil? Ein Profiltiefenmesser hilft: Gemessen wird in der Mitte der Lauffläche (neue Reifen haben in der Regel 7 bis 9 mm). Luftdruck und Profiltiefe beeinflussen die Sicherheit und den Kraftstoffverbrauch.

 

Der richtige Luftdruck

Je nach Modell findet sich diese Information entweder im Tankdeckel oder in der Karosserie an der B-Säule bei geöffneter Fahrertür – und natürlich auch in der Bedienungsanleitung. Darin werden Werte für ein leeres Fahrzeug und Teil- sowie Vollbeladung angegeben. Damit sparen Sie Kraftstoff, Geld, reduzieren Verschleiß und schonen die Umwelt!

Das können Sie gut selber machen

Behalten Sie Ihren Reifen im Blick, achten Sie auf mögliche Beschädigungen, ungleichmäßige Abnutzung und die Profiltiefe. Reinigen Sie Ihre Räder mit einem Schwamm und einem spezifischen Felgenreiniger oder milder Seifenlösung. Falls Sie einen Hochdruckreiniger verwenden, sorgen Sie für ausreichenden Abstand.

 

 

Gesetzliche Regelungen


 

Gesetzliche Regelungen für Winterreifen in Deutschland

In Deutschland besteht Winterreifenpflicht bei winterlichen Straßenverhältnissen mit einer Mindestprofiltiefe von 1,6 mm und einer eindringlichen Empfehlung von mindestens 4 mm für Winterreifen. Diese Pflicht gilt auch innerstädtisch.

Die Faustformel von Oktober bis Ostern (O bis O) ist ein grober Hinweis, der rechtlich jedoch keine Relevanz hat. Die situative Winterreifenpflicht gilt (nur) dann als erfüllt, wenn auf allen vier Rädern Winterreifen montiert sind.

Wer mit ungeeigneten Reifen fährt, muss in Deutschland mit Bußgeldern und einem Punkt in Flensburg rechnen. Wer ohne zugelassene Winter- oder Ganzjahresreifen fährt, riskiert eine Geldstrafe von 60 € und einen Punkt in Flensburg.

Steht ein Unfall im Zusammenhang mit der fehlenden Winterbereifung, erhöht sich die Strafe auf 120 €. Fehlende Winterreifen können den Schutz der Kasko- und Haftpflichtversicherung reduzieren oder erlöschen lassen.

 

Wie erkennt man zulässige Winterreifen?

Das M+S-Symbol erfüllt nicht mehr die Anforderungen bei Winterreifenpflicht in Deutschland. Erlaubt sind nur noch Reifen mit dem Alpine-/Schneeflocken-Symbol. Die Regelung gilt auch für Ganzjahresreifen. Ältere Winter- oder Ganzjahresreifen, die mit dem Alpine-Symbol gekennzeichnet sind, dürfen seit dem 1. Oktober 2024 nicht mehr genutzt werden.

Gesetzliche Regelungen für Winterreifen in Reiseländern

Je nach Reiseland unterscheiden sich die Vorschriften für die Bereifung. Im Ausland sind die Strafen teils deutlich höher als in Deutschland und auch hier kann im Schadensfall der Schutz der Kasko- und Haftpflichtversicherung reduziert werden oder erlöschen.


Ein Überblick über einige der wichtigsten Reiseländer:

  • Österreich: Winterreifenpflicht vom 1. November bis zum 15. April bei winterlichen Bedingungen. Mindestens 4 mm Profiltiefe für Winterreifen erforderlich.
  • Schweiz: Keine gesetzliche Winterreifenpflicht, aber bei Unfällen mit ungeeigneter Bereifung drohen Strafen.
  • Frankreich: In bestimmten Gebirgsregionen gibt es eine saisonale Winterreifenpflicht von November bis März.
  • Italien: In bestimmten Regionen (z.B. Südtirol) Winterreichenpflicht vom 15. November bis 15. April.
  • Tschechien: Vom 1. November bis zum 31. März gilt die allgemeine Winterreifenpflicht. Fällt das Thermometer unter vier Grad Celsius oder bedeckt Schnee, Schneematsch oder Eis die Fahrbahn, sind rundum Winterreifen vorgeschrieben.

 

 

 

Gut zu wissen


Expertenwissen rund um Reifen

Reifen beeinflussen Sicherheit, Fahrdynamik, Verbrauch und müssen zu Ihrem Fahrzeug und Ihren Anforderungen passen: Unser Service-Team ist speziell geschult für die umfangreiche Beratung, aber auch für den hilfreichen Tipp zwischendurch.

Gut geplant: Ihr nächster Termin

Mindestens zweimal im Jahr sollten Sie den Zustand Ihrer Reifen bei uns prüfen lassen – idealerweise im Rahmen des Räderwechsels. Gerade in der Wechsel- und Urlaubssaison ist die Nachfrage nach Reifen-Checks, Beratung und Wechselterminen deshalb sehr hoch.

 

Ihre Räder und die UVV

Sie möchten Räder im Fahrzeug transportieren? Unsere Servicemitarbeiter dürfen aufgrund der gesetzlichen Unfallverhütungsvorschriften Räder nur in Ihr Fahrzeug verladen, wenn diese entsprechen (meisten mit einem Spanngurt) gesichert sind.

Richtige Lagerung

Am besten, Sie überlassen es uns, Räder und Reifen außerhalb der Saison einzulagern, denn damit haben Sie weniger Schmutz, mehr Platz, können sicher sein, dass Ihre Räder nicht durch falsche Lagerung beschädigt werden und haben kein Transportrisiko.

 

Das steht auf Ihren Reifen


DOT-Kennzeichnung


Die DOT-Kennzeichnung gibt Auskunft darüber, wann ein Reifen produziert worden ist, denn Reifen haben eine begrenzte Haltbarkeit.

Mit der Zeit (und abhängig von Umwelteinflüssen, vor allem vom Sinnenlicht) härtet das Gummi aus und verliert Haftfähigkeit.

 

Geschwindigkeitsindex


Auf jeden Reifen ist vermerkt, bis zu welcher Geschwindigkeit er zugelassen ist. Beachten Sie dies vor allem für Winterreifen, um immer sicher unterwegs zu sein und optimales Fahrverhalten erleben zu können. Bei Missachtung des Geschwindigkeitsindexes kann es zum Erlöschen der Betriebserlaubnis und des Versicherungsschutzes kommen.

 

Load Indes / Tragfähigkeitsindex


Der Load Index gibt an, wie viel Gewicht ein Reifen tragen und die Lasten im Fahrbetrieb meistern kann.

Je höher dieser Wert, desto höher die Tragfähigkeit. Hier sind die individuellen Vorgaben für das Modell wichtig: Wir beraten Sie gern.

 

Reifenwissen Autohaus Rudolph

 

Rotation


Reifen können richtungsgebunden sein.

Dann markiert ein Pfeil auf dem Reifen die Laufrichtung vorwärts.


 

psi oder bar?


Der empfohlene Reifendruck kann in psi oder bar angegeben werden. 1 bar entspricht rund 15,5 psi bzw. 1 psi etwa 0,07 bar. Eine Faustformel besagt, dass Reifen ca. 1 psi Druck pro Monat verlieren – prüfen ist daher wichtig! Übrigens: Bei Elektrofahrzeugen kann falscher Luftdruck bis zu 10 % Riechweite kosten.

 

 

Sicher und langlebig


Der richtige Reifen bremst besser

Spurtreue, gutes Handling und ein kurzer Bremsweg sind entscheidende Sicherheitsfaktoren. Um diese Fahrstabilität zu gewährleisten, benötigen Sie den richtigen Reifen. Wir empfehlen Ihren das richtige Modell zu Ihrem Fahrzeug und haben auch die Kosten in Ihrem Sinne im Blick.

Langlebigkeit und Qualität

Ein Reifen, der länger hält, ist günstiger. Man sollte also den Preis auch in Beziehung zur Haltbarkeit setzen. Hochwertige Materialien sorgen für einen geringeren Profilverschleiß auf der Lauffläche. Damit sind Sie länger mit sicherer Profiltiefe unterwegs und benötigen später Ersatz.

 

Schäden am Reifen

Aufgrund der großen Bedeutung für Ihre Sicherheit auf der Straße sollten Sie Ihre Reifen regelmäßig auf Schäden untersuchen. Wenn Sie sich unsicher sind, ob ein Reifen Ihres Fahrzeugs beschädigt ist, stehen Ihnen unsere Experten gerne kostenfrei für einen prüfenden Blick zur Verfügung.

Reifendruckkontrollsysteme

Reifendruckkontrollsysteme (kurz RDKS oder auch TPMS) warnen vor Druckabfall in einem oder mehreren Rädern und erhöhen damit die Sicherheit. Je nach Fahrzeugmodell sind direkte und indirekte RDKS im Einsatz. Unabhängig vom Systemtyp sollte man bei einer Warnung umgehend anhalten und den Druck in allen Reifen prüfen.

 

 

Reifenlabel


 

Das EU Reifenlabel

Das Reifenlabel muss bei Neufahrzeugen und im Ersatzgeschäft zur Information des Kunden verfügbar sein. Es bietet wichtige Informationen zur Bodenhaltung, Kraftstoffeffizienz und Geräuschentwicklung von Reifen, um Verbrauchern eine informierte Kaufentscheidung zu ermöglichen.

Ziel des Reifenlabels ist eine Unterstützung des Kunden bei der Kaufentscheidung und in der Folge eine Reduktion von Emissionen (Kraftstoff und Rollgeräusche) sowie eine Information zur Nasshaftung.

Reifen und Fahrzeug müssen zusammenpassen: Über die Informationen des Reifenlabels hinaus berät Sie unser Service-Team zum bestmöglichen Angebot für Ihr Fahrzeug und Ihre individuellen Anforderungen an Sicherheit, Fahrdynamik und Komfort, denn die Unterschiede von Profilen machen sich abhängig von der Nutzung bemerkbar.

 

Kraftstoffeffizienz

Die Kraftstoffeffizienz bezieht sich auf den Rollwiderstand des Reifens. Je kleiner der Rollwiderstand, desto geringer ist die Reibung zwischen Reifen und Straße und desto geringer ist der Spritverbrauch. Der Rollwiderstand macht etwa 20 % des Kraftstoffverbrauchs des Fahrzeugs aus.

Ein leicht laufender Reifen benötigt weniger Kraftstoff, da eine geringere Menge Energie in Reibung und Hitze umgewandelt wird.

Die Kraftstoffeffizienz wird von der Klasse A (größte Effizienz) bis zur Klasse G (geringste Effizienz) eingestuft. Der Unterschied im Kraftstoffverbrauch zwischen einem mit "A" und einem mit "G" bewerteten Reifen kann bis zu 7,5 % betragen. Dies führt zu einem Unterschied im Verbrauch, der über die Lebensdauer des Reifens mehrere Hundert Euro betragen kann.

Nasshaltung

Die Nasshaltung bezieht sich auf die Bremsfähigkeit des Reifens auf nassem Untergrund. Neben Witterung und Fahrbahnoberfläche wirkt sich die Nasshaftung der Reifen auf den Bremsweg aus.

Diese Eigenschaft stellt einen wichtigen Punkt beim Reifenkauf dar.

Die Bedeutung der Nasshaftung kommt vor allem in Notsituationen zur Geltung, denn hier können wenige Meter Bremsweg entscheidend sein.

Ein Satz Reifen mit "A"-Bewertung ermöglicht einen um bis zu 30 % kürzeren Bremsweh als bei Reifen mit "F"-Bewertung.

Winterreifen sind nicht vollständig durch das Reifenlabel abgedeckt: Spezifische Eigenschaften wie beispielsweise die Traktion auf Schnee sind nicht berücksichtigt.

 

Rollgeräusche

Das externe Rollgeräusch des Reifens wir in Dezibel angegeben.

Die Geräuschklassen werden dabei in drei Kategorien eingeteilt und sind durch schwarze Schallwellensymbole gekennzeichnet. Die Kennzeichnung reicht von 1 (leide) zu 3 (laut).

Reifen verursachen einen Teil der Fahrgeräusche Ihres Fahrzeugs.

Durch den Kauf von Reifen mit einer guten Geräuschklasse vermindern Sie die Lärmbelastung Ihrer Umgebung.